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FAQ - Fragen und Antworten
F: Mit welcher Schweißtemperatur sind Polyfin- / O.C.-Plan-Kunststoffbahnen zu verschweißen?
A: Um ein optimales Ergebnis zu erhalten sollte die Schweißtemperatur ca. 550°C - 650°C betragen (Schweißfenster 350°C - 650 °C).
F: Welche Schweißgeräte sind zum Verschweißen geeignet?
A: Zum Verschweißen von Polyfin- / O.C.-Plan-Dach- und Dichtungsbahnen eignen sich alle handelsüblichen Schweißgeräte zur Verschweißung von Kunststoff-Dichtungsbahnen, die folgende technische Daten aufweisen:

Handschweißgeräte:
  • 230 Volt/ Heizleistung > 1400 Watt
  • Stufenlos einstellbare Temperatur bis +650 °C
  • mit Breitschlitzdüse 2mm x 40 mm

Schweißautomat:
  • 230 Volt/ Heizleistung >3500 Watt
  • 400 Volt/ Heizleistung >5200 Watt
  • stufenlos regelbare Temperatur und Geschwindigkeit
  • Breite der Düse und der Andrückrolle sollte 45 mm betragen
F: Kann man an Reparaturstellen bereits verlegte FPO- / ECB-Dachbahnen mit neuen FPO- / ECB-Dachbahnen verschweißen?
A: Neue Bahnen können mit bereits verlegten Bahnen verbunden werden. Dazu kann es erforderlich sein, dass die bereits verlegten Bahnen mechanisch aufgerauht werden müssen (die Notwendigkeit dazu ist durch Probeschweißung und anschließende Prüfung der Fügenaht sowie durch eine Schälprobe festzustellen). Mit einer Einhandflex mit Draht- oder Topfbürstenaufsatz werden Patina und Schmutz im Verschweißbereich entfernt.
F: Woran kann ich erkennen, ob die Naht auch richtig verschweißt worden ist?
A: Vor Arbeitsbeginn sind Probeschweißungen zur Bestimmung der optimalen Schweißparameter durchzuführen und um die Qualität der Schweißnähte sicherzustellen. Die Prüfung der Fügenaht kann mittels Reißnadel und durch eine Schälprobe ermittelt werden.
Die Nahtkontrolle sowie die Schälprobe kann erst nach ausreichender Abkühlung der Schweißnaht erfolgen. Die Bahnentemperatur sollte dabei < 20 °C betragen.
F: Welche Bahnentypen verwende ich für welchen Anwendungszweck?
A: Es gibt verschiedene Bahnentypen für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke. Für lose verlegte und mechanisch befestigte Systeme auf Dämmstoffen kommen unkaschierte FPO- / ECB-Bahnen (Polyfin 3016 bis 3020 / O.C.-Plan 3020), d.h. ohne Polyestervlieskaschierung auf der Unterseite zum Einsatz.

Auf rauhen Untergründen wie z.B. Beton, Holz, etc. oder bei einer verklebten Verlegung verwendet man kaschierte Bahnen (Polyfin 4230 / O.C.-Plan 4125 sowie 4230), d.h. mit einer 150-250 g/m² starken Polyestervlieskaschierung.
Alle FPO- / ECB-Kunststoffbahnen haben ein mittig in der statisch neutralen Zone eingelegtes Glasvlies als Trägereinlage.
F: Bezieht sich die Vorgabe "Anschlusshöhe 15 cm" auf die wasserführende Schicht oder auf Oberkante Belag?
A: Die Anschlusshöhe von 15 cm bei Dächern bis 5° / 8,8% bzw. 10 cm bei Dächern über 5° / 8,8% bezieht sich immer auf die Oberkante der obersten Schicht. Bei einer losen Verlegung ohne Auflast ist die FPO- / ECB-Dachabdichtung die Bezugshöhe. Bei bekiesten, begrünten oder genutzten Dächern ist immer die Oberkante der obersten Schicht die Bezugshöhe, z.B. Oberkante Kies oder Begrünung oder der Plattenbelag bei Terrassen und Balkonen.
F: Für welchen Anwendungszweck benötigt man Polyfin 1020 (FPO) bzw. O.C.-Plan 1025 (ECB)?
A: Polyfin 1020 (FPO) bzw. O.C.-Plan 1025 (ECB) sind homogene Materialien ohne Trägereinlage. Diese Materialien werden für Eckabsicherungen und zum Eindichten von Durchdringungen verwendet. Da diese homogene Materialien besonders dehnbar sind und keine Trägereinlage besitzen, eignen sie sich nicht zur Abdichtung von Flächen und Anschlussbereichen wie z.B. Lichtkuppeln, Wand- und Attikaanschlüssen.
F: Lassen sich die Produkte Polyfin (FPO) und O.C.-Plan (ECB) miteinander kombinieren?
A: Obwohl es sich hierbei um die zwei völlig verschiedenen Rohstoffe FPO und ECB handelt, besteht die Möglichkeit, die beiden Materialien miteinander zu verschweißen. Das hat vor allem gestalterische Vorteile. Im Rinnenbereich kommen häufig Rinneneinhangbleche aus Verbundblechen zum Einsatz. Diese sind meist von der Straße aus sichtbar und aus optischen Gründen wird hier oft den hellgrauen Verbundblechen (FPO) der Vorzug gegeben, obwohl die Flächenabdichtung eine schwarze ECB-Bahn ist. Mit unseren Bahnen ist das problemlos durchführbar.
F: Wann ist ein Dachaufbau als "harte Bedachung" einzustufen?
A: Als harte Bedachung gelten alle Bedachungen, die in DIN 4102 Teil 4 aufgeführt sind oder ein gültiges Prüfzeugnis nach DIN 4102 Teil 7 oder DIN V ENV 1187 besitzen. Wir haben die gängigen Dachaufbauten geprüft und haben die nötigen Prüfzeugnisse vorliegen. Beliebige Bedachungen mit vollständig bedeckter, mindestens 5 cm dicker Schüttung aus Kies 16/32 oder mit Bedeckung aus mindestens 4 cm dicken Betonwerksteinplatten oder anderen mineralischen Platten gelten als "harte Bedachung". Bei begrünten Dächern muss der Dachdecker sich vom Hersteller der Dachbegrünung den Nachweis der "harten Bedachung" bestätigen lassen.


POLYFIN AG
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